HR-Know-how Archive - ZMI

Arbeitszeitgesetz – das Wichtigste in Kürze

New Work und flexible Arbeitszeiten werden immer mehr zum Standard in der Arbeitswelt. Aber wie flexibel dürfen wir sein und wie schaffen wir es, dass die Arbeitszeiten sich im gesetzlichen Rahmen bewegen? Dafür müssen sich Arbeitgebende und Arbeitnehmende im Arbeitszeitgesetz auskennen. Die wichtigsten Grundlagen dafür liefert dieser Artikel. Wen betrifft das Arbeitszeitgesetz? Das Ziel des Gesetzes ist der Schutz von Arbeitnehmenden. Aber wer ist damit genau gemeint? Das Arbeitszeitgesetz schließt nämlich bestimmte Berufsgruppen aus. Dazu gehören   leitende Angestellte Chefärzt:innen Pfleger :innen, die mit einer ihnen anvertrauten Person zusammenleben Menschen, die im liturgischen Bereich der Kirchen arbeiten und unterschiedliche Gruppen von Leuten, die im öffentlichen Dienst arbeiten. Außerdem gilt das Gesetz nicht für Personen unter 18 Jahren. Da sind Arbeitszeiten im Jugendschutzgesetz geregelt.   Arbeitszeiten   Wenn man vom Gesetz betroffen ist. Wie lange darf man pro Tag arbeiten? Grundsätzlich sind das 8 Stunden. In einigen Fällen ist auch mehr erlaubt. Die

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Ab wann wird die Arbeitszeiterfassung durch das EuGH-Urteil Pflicht?

In diesem Artikel erfahren Sie, was der Gesetzentwurf des BMAS, das BAG-Urteil sowiedas EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung für Auswirkungen haben: Inhalt April 2023: Der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Vor dem Hintergrund der Entscheidungen des EuGH (Urt. v. 14.05.2019) und des BAG (13.09.2022, Az. 1 ABR 22/21) hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im April 2023 einen Entwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes vorgelegt. Dieser soll insbesondere die bereits heute verpflichtende Arbeitszeiterfassung näher regeln. https://youtu.be/0bWLRjomXtc Was genau sollen Arbeitgeber :innen laut des Regierungsentwurfs künftig dokumentieren? In § 16 Abs 2 ArbZG-E heißt es: „der Arbeitgeber verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit der Arbeitnehmer jeweils am Tag der Arbeitsleistung elektronisch aufzuzeichnen.“ Damit bleiben Arbeitgeber:innen für die ordnungsgemäße Dokumentation der Zeiterfassung verantwortlich. Auch wenn sie die Pflicht zur Zeiterfassung den Mitarbeitenden überlassen können, müssen Arbeitgeber:innen sicherstellen, dass ihnen etwaige Verstöße bekannt werden. Die Arbeitszeit muss täglich erfasst werden.

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Zeiterfassung Pflicht – Das ändert sich 2024

Zeiterfassung wird Pflicht. Auch wenn wir im März 2024 noch am Referentenentwurf festhängen, wird das Gesetz wahrscheinlich bald kommen. Und deshalb sprechen wir heute darüber, was sich mit dem neuen Gesetz ändern wird. Was wissen wir? Was steht im Gesetzentwurf? Was ist noch nicht ganz klar? Fangen wir damit an, was wir sicher wissen. Das Gesetz zur Arbeitszeiterfassung kommt definitiv, da der Europäische Gerichtshof (EuGH) das schon 2019 beschlossen hat. Die EU Staaten müssen die Entscheidung in geltendes Recht überführen. Nach der Entscheidung des EuGH und einem weiteren Urteil des Bundesarbeitsgerichts 2022 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen Entwurf zur Änderung des aktuellen Arbeitszeitgesetzes vorgeschlagen. Bisher müssen Arbeitnehmer :innen laut Gesetz nur die anfallenden Überstunden dokumentieren. Das ist wichtig, damit man prüfen kann, ob das Arbeitszeitgesetz – also maximale Arbeitszeit, Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden. Zu dieser Regelung gab es in den letzten Jahren Kritik, weil es nicht so

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Dokumentation der Arbeitszeit: Warum eine digitale Lösung unverzichtbar ist

Mit der vom Gesetzgeber geplanten Zeiterfassungspflicht (ArbZG-E) werden Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden zwar voraussichtlich von der elektronischen Dokumentationspflicht ausgenommen, aber es besteht dennoch die grundsätzliche Pflicht zur Dokumentation von Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit der Arbeitnehmer :innen. Doch das händische Führen einer Arbeitszeitdokumentation ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch kostenintensiv: Mitarbeiter :innen müssen jede einzelne Arbeitsstunde manuell notieren und anschließend durch Arbeitgeber :in oder das Steuerbüro in mühevoller Kleinarbeit zusammengerechnet werden. Diese aufwendige Prozedur kann sowohl für Arbeitnehmer :innen als auch für Arbeitgeber :innen eine große Belastung darstellen. Dennoch ist die papierbasierte Arbeitszeiterfassung noch weit verbreitet. So wird in der betrieblichen Praxis vielfach noch das DATEV-Formular „Vorlage zur Dokumentation der täglichen Arbeitszeit“ für die Erfassung von Arbeitszeiten eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine kostenfreie Vorlage in Form einer Excel-Arbeitsmappe, die im Kontext der Mindestlohn Aufzeichnungspflichten häufig durch die Steuerkanzlei bereitgestellt wird. Spätestens durch die kommende Gesetzgebung in Deutschland zur Arbeitszeiterfassung ist es

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Hinweisgeberschutzgesetz – was Arbeitgeber:innen jetzt wissen müssen

In einer Welt, in der Informationen und Geheimnisse von unschätzbarem Wert sind, spielen Whistleblower eine heldenhafte Rolle bei der Enthüllung von Missständen und Fehlverhalten in Organisationen und Unternehmen. Das Hinweisgeberschutzgesetz, auch bekannt als Whistleblower-Schutzgesetz, hat in den letzten Jahren immense Aufmerksamkeit erregt und markiert einen bedeutsamen Schritt in Richtung einer Gesellschaft, die transparenter und gerechter ist. Das Hinweisgeberschutzgesetz, das in vielen Ländern bereits in Kraft getreten ist, ist von entscheidender Bedeutung, da es Whistleblowern das Vertrauen gibt, dass sie vor jeglichen Vergeltungsmaßnahmen geschützt sind. Diese Gewissheit ermutigt Menschen dazu, Missstände und Fehlverhalten in Organisationen und Unternehmen offenzulegen und trägt somit zur Förderung von Verantwortlichkeit bei. Am 2. Juli 2023 trat eine wegweisende Änderung des Hinweisgeberschutzgesetzes in Kraft. Gemäß dieser Aktualisierung sind alle Arbeitgeber :innen mit 50 bis 249 Beschäftigten dazu verpflichtet, bis spätestens zum 17. Dezember 2023 interne Meldekanäle einzurichten. Unternehmen mit 250 oder mehr Mitarbeitenden mussten bereits seit dem

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Neue Arbeitsmodelle und Digitale Zeiterfassung: Wie Work-Life-Balance und New Work Hand in Hand gehen können

In diesem Artikel erfahren Sie, wie digitale Zeiterfassung mit neuen Arbeitsmodellen harmonieren kann: Die Bedeutung von New Work und Work-Life-Balance Was sind die Prinzipien von New Work? Wie definiert man Work-Life-Balance? Die Verbindung von New Work und Work-Life-Balance durch Digitale Zeiterfassung Flexibilität und Transparenz durch Digitale Zeiterfassung Fairness und Gerechtigkeit in der Arbeitsleistungserfassung Wie Digitale Zeiterfassung zur Zukunft der Arbeit beiträgt Die Bedeutung von New Work und Work-Life-Balance In der sich ständig wandelnden Arbeitswelt gewinnen Konzepte wie New Work und Work-Life-Balance immer mehr an Bedeutung. Diese Paradigmen betrachten Arbeit nicht mehr nur als Mittel zum Lebensunterhalt, sondern vielmehr als eine Möglichkeit, sich selbst zu entfalten, das eigene Potenzial zu entdecken und dabei gleichzeitig ein erfülltes Privatleben zu führen. Was sind die Prinzipien von New Work? Das Konzept von New Work, ursprünglich vom österreichisch-amerikanischen Philosophen Frithjof Bergmann entwickelt, geht auf die Bedürfnisse der heutigen Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft ein. New Work steht

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Der schnellste Weg zur Elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ersetzt seit dem 01.01.2023 das bisherige Papierdokument. Damit bringt sie nicht nur Vorteile für die Umwelt, sondern auch Veränderungen für Arbeitgeber :innen und Beschäftigte. https://www.youtube.com/watch?v=2dp-CldqIVA   Was ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung? Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist eine Bescheinigung, die von einem Arzt ausgestellt wird. Diese Bescheinigung bestätigt, dass die Patientin bzw. der Patient arbeitsunfähig ist und daher keine Arbeit leisten kann.     Wie funktioniert die eAU? Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird Arbeitnehmer :innen von ihrem behandelnden Arzt ausgestellt. Die eAU ersetzt die bisherige Papierbescheinigung und wird online an die zuständige Krankenkasse bzw. den GKV-Server übermittelt – die Patient :innen müssen sich um die Übermittlung an die Krankenkasse nicht mehr kümmern. Wichtig ist hierbei, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen den Arbeitgeber :innen nicht proaktiv mitgeteilt werden. Mitarbeiter:innen müssen sich deshalb nach wie vor beim/bei der Arbeitgeber :in krankmelden, damit diese :r zum richtigen Zeitpunkt (in der Regel frühestens nach 24 Stunden) eine eAU-Anfrage an den GKV-Server senden kann.   Wie kann die eAU am schnellsten

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Verfall von Resturlaub – das müssen Arbeitgeber:innen jetzt wissen

In diesem Artikel erfahren Sie, was das BAG-Urteil und das EuGH-Urteil zum Urlaubsverfall für Auswirkungen hat: Was hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) am 20.12.2022 entschieden? Welche Entscheidung hatte der EuGH zum Urlaubsverfall gefällt? Wie kann die Information der Arbeitnehmer :innen erfolgen? Was hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) am 20.12.2022 entschieden? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in seinem Urteil (9 AZR 266/20) festgelegt, dass Urlaub nur dann verjährt, wenn Arbeitgeber :innen vorher Arbeitnehmer :innen transparent und unmissverständlich auf den bestehenden Urlaubsanspruch sowie auf die Möglichkeit des Verfalls hingewiesen haben. Das BAG berücksichtigt damit die vorangegangen Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in dieser Frage. Welche Entscheidung hatte der EuGH zum Urlaubsverfall gefällt? Am 22.09.2022 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Urteil (C-120/21 LB) bereits festgestellt, dass ein grundsätzlicher automatischer Verfall nicht genommener Urlaubsansprüche zum Jahresende, wie ihn das deutsche Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) in § 7 Abs. 2 vorsieht, europarechtswidrig ist. Ein nationales Gesetz ist nach der

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Wie Sie mit Personaleinsatzplanung Zeit und Geld sparen

In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es bei einer Personaleinsatzplanung ankommt: Die Herausforderungen der Personaleinsatzplanung Lösungen zur Optimierung der Personaleinsatzplanung Zeit- und Kostenersparnis durch die Optimierung der Personaleinsatzplanung Die Herausforderungen der Personaleinsatzplanung Personaleinsatzplanung ist die Herausforderung für Unternehmen aller Größen. Die richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen, kann eine immense logistische Aufgabe sein. Während manuelle Pläne häufig mit hohen Kosten und ineffizienter Arbeitsweise verbunden sind, können automatisierte Pläne diese Probleme lösen. Automatisierte Personaleinsatzplanungssoftware erstellt Pläne anhand von Stunden- und Personalvorgaben, sodass Unternehmen Zeit und Geld sparen. Lösungen zur Optimierung der Personaleinsatzplanung Viele Unternehmen kämpfen noch mit ineffizienten Arbeitsabläufen und einer unzureichenden Personaleinsatzplanung. Dabei lassen sich gerade hier durch die richtigen Tools und Lösungen viele Prozesse optimieren und somit Zeit- sowie Kosteneinsparungen erzielen. Doch welche Lösung ist die Richtige für mein Unternehmen? In diesem Artikel stelle ich dir 3 verschiedene Lösungen vor, mit denen du deine Personaleinsatzplanung optimieren

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Kann der Betriebsrat die Einführung einer Arbeitszeiterfassung verlangen?

Ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm (7 TaBV 79/20) sorgte im Juli 2021 für Aufsehen: In diesem wird dem Betriebsrat das Recht zugesprochen, von Arbeitgeber :innen zu verlangen, dass ein elektronisches Zeiterfassungssystem für sämtliche Mitarbeiter :innen einführt wird. Doch was ist an diesem Urteil so bahnbrechend neu? Ein Blick in das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) zeigt, dass der Betriebsrat in Unternehmen nach § 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG darüber zu wachen hat, dass die zugunsten der Arbeitnehmer :innen geltenden Gesetze und Verordnungen durchgeführt werden. Hierzu zählen unter anderem auch Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG). In diesem Zusammenhang haben Arbeitgeber :innen gemäß § 80 Abs. 2 BetrVG die hierfür erforderlichen Unterlagen, also im konkreten Fall die Arbeitszeitaufzeichnungen, dem Betriebsrat zur Verfügung zu stellen. Hier geht es beispielsweise um die Frage, ob die gesetzlichen Vorgaben des ArbZG in Deutschland eingehalten werden, welches beispielsweise vorschreibt, wie viele Stunden maximal pro Woche gearbeitet werden dürfen und welche

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