Für Unternehmen der fleischverarbeitenden Industrie gelten besondere arbeitsrechtliche Vorgaben. Eine der zentralen Pflichten betrifft die verbindliche Zeiterfassung. Grundlage hierfür ist das Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft (GSA Fleisch), das branchenspezifisch strengere Anforderungen definiert als das allgemeine Arbeitszeitrecht.
Die Arbeitszeiterfassung in der Fleischindustrie ist ein zentraler Baustein für den Arbeitsalltag in Schlachthöfen, Metzgereien und Verarbeitungsbetrieben. Sie ist oft der Einstieg in die digitale Transformation der Branche und bringt spürbare Vorteile mit sich. Statt handschriftlicher Stundenzettel und papierbasierter Listen kommen moderne, digitale Lösungen zum Einsatz – effizient, übersichtlich und zeitgemäß.
ZMI unterstützt Sie bei der Einführung diesen digitalen Zeitwirtschaftssystems. Unsere Lösung ist modular aufgebaut und passt sich flexibel an die Anforderungen Ihres Fleischereibetriebs oder Verarbeitungsunternehmens an.
GSA Fleisch als verbindliche Rechtsgrundlage für die Zeiterfassung
Das Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft (GSA Fleisch) wurde eingeführt, um strukturelle Missstände in der Fleischwirtschaft zu beseitigen und die Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutzvorgaben effektiv durchzusetzen. Ein zentrales Instrument dabei ist die verpflichtende elektronische Arbeitszeiterfassung.
Nach § 6 GSA Fleisch sind Unternehmen der Fleischwirtschaft verpflichtet:
- Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit elektronisch zu erfassen,
- die Arbeitszeit am Tag der tatsächlichen Arbeitsleistung zu dokumentieren,
- die erfassten Daten manipulationssicher aufzubewahren,
- die Nachweise mindestens zwei Jahre vorzuhalten sowie
- die Daten auf Verlangen den Kontrollbehörden zugänglich zu machen.
Papierbasierte Stundenzettel, Excel-Listen oder nachträgliche Sammelerfassungen sind somit unzulässig. Die Pflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße und betrifft insbesondere Betriebe der:
- Schlachtung,
- Zerlegung und
- Fleischverarbeitung.
Klare Verpflichtung für Unternehmen der Fleischwirtschaft
Keine Wahlfreiheit bei der Zeiterfassung
Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen besteht hier keine Gestaltungsfreiheit:
- Vertrauensarbeitszeit ist ausgeschlossen
- Pauschale Zeitannahmen sind unzulässig
- Arbeitszeiten müssen objektiv, vollständig und zeitnah erfasst werden
Unternehmen tragen die volle Verantwortung für die ordnungsgemäße Dokumentation, insbesondere im Falle von Prüfungen.
Hohe Kontrolldichte und Sanktionsrisiken
Die Fleischwirtschaft steht besonders im Fokus der Behörden. Verstöße gegen das GSA Fleisch können zu:
- empfindlichen Bußgeldern,
- Nachzahlungen von Arbeitszeit und Vergütung,
- Beanstandungen bei Zoll- und Arbeitsschutzkontrollen und
- in Folge zu nachhaltigen Reputationsschäden
führen. Eine rechtssichere Zeiterfassung ist daher kein administratives Thema, sondern ein wesentlicher Compliance-Faktor.
Erfassung direkt im Produktionsalltag
Die Arbeitszeiterfassung muss so gestaltet sein, dass sie:
- direkt am Arbeitsplatz genutzt werden kann,
- auch bei Schichtbetrieb und wechselnden Einsatzzeiten zuverlässig funktioniert und
- von allen Mitarbeitenden tatsächlich angewendet wird.
Theoretische oder komplizierte Lösungen erfüllen die gesetzlichen Anforderungen in der Praxis häufig nicht.
Warum viele Standardlösungen dem GSA Fleisch nicht gerecht werden
Allgemeine Zeiterfassungssysteme stoßen in der Fleischindustrie oft an Grenzen, weil sie:
- mangels geeigneter Erfassungshardware nicht auf die Produktionsumgebungen in der Lebensmittelindustrie ausgelegt sind,
- Schutzmaßnahmen wie Hygieneschleusen oder Anlagen zur Personenvereinzelung sich nicht mit der Zeiterfassung kombinieren lassen,
- keine ausreichende Manipulationssicherheit bieten,
- bei Prüfungen keine klaren, revisionssicheren Nachweise liefern oder
- Arbeitszeitmodelle im Schichtbetrieb nicht umfassend abbilden können sind.
Unternehmen benötigen daher eine Lösung, die rechtliche Vorgaben und operative Realität gleichermaßen abbildet.
ZMI Zeiterfassung als Allround-Lösung
Mit ZMI können Sie Ihre Zeiterfassungs-Software so skalieren, wie Sie es benötigen. Ob stationär am Terminal, im Web, per App oder in der Cloud – die Zeiterfassung lässt sich flexibel an die Abläufe Ihres Fleischverarbeitungsbetriebs anpassen. Unsere Erweiterungen bieten Ihnen weitere umfängliche Möglichkeiten zur Erleichterung Ihres Alltags, wie eine Personaleinsatzplanung und Zutrittskontrolle.
Darüber hinaus profitieren Sie dank unseres Ökosystems von sinnvollen Schnittstellen, bspw. zu Lohnprogrammen, um Ihren Arbeitsalltag noch stärker zu unterstützen.
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