RFID-Sicherheit 2026: Warum 125 kHz, MIFARE Classic und LEGIC Prime jetzt abgelöst werden müssen

RFID-Sicherheit 2026 ZMI

RFID-Sicherheit ist für Unternehmen heute ein kritischer Bestandteil der Zutrittskontrolle und Zeiterfassung. Dennoch basieren viele bestehende Systeme noch auf veralteten Technologien wie 125 kHz RFID, MIFARE Classic oder LEGIC Prime.

Diese Systeme gelten inzwischen als unsicher, da sie keine moderne Verschlüsselung oder Authentifizierung bieten. Die Folge: RFID Karten lassen sich klonen, Zugänge manipulieren und Sicherheitslücken gezielt ausnutzen.

Unternehmen stehen daher vor der Aufgabe, ihre RFID Systeme zu modernisieren und auf sichere RFID Standards zu migrieren.

 

Warum RFID Systeme unsicher sind: 125 kHz, MIFARE Classic und LEGIC Prime

Unsichere RFID Technologien sind insbesondere 125 kHz, MIFARE Classic und LEGIC Prime, da sie keine moderne Verschlüsselung und Authentifizierung bieten und daher leicht geklont werden können.

 

125 kHz RFID unsicher – keine Verschlüsselung, keine Sicherheit

125 kHz RFID Systeme arbeiten mit einer statischen ID, die unverschlüsselt übertragen wird. Das bedeutet:

  • keine Verschlüsselung
  • keine Authentifizierung
  • keine Schutzmechanismen gegen Kopieren

Angreifer können RFID Karten mit geringem Aufwand klonen oder Signale auslesen. Für Unternehmen stellt diese Technologie daher ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

 

MIFARE Classic ist unsicher

MIFARE Classic wurde lange als Standard eingesetzt, ist heute jedoch nicht mehr sicher. Der verwendete Crypto1-Algorithmus gilt als vollständig kompromittiert. Schlüssel können extrahiert und Karten dupliziert werden. Damit ist es möglich:

  • Karten zu kopieren
  • Zutrittsrechte zu manipulieren
  • Systeme ohne Berechtigung zu nutzen

LEGIC Prime Sicherheit – proprietär, aber kompromittiert

Auch LEGIC Prime zählt zu den unsicheren RFID Technologien. Das System basiert auf einem proprietären Sicherheitsansatz ohne moderne, offene Kryptografie. Analysen zeigen, dass Karten gelesen, emuliert und Systeme nachgebildet werden können. Für Unternehmen bedeutet das:

  • fehlende sichere Authentifizierung
  • manipulierbare Kommunikation
  • potenziell vollständige Systemumgehung

LEGIC Prime sollte daher wie MIFARE Classic als veraltete und unsichere Technologie betrachtet werden.

 

Reale Risiken unsicherer RFID Systeme im Unternehmen

Der Einsatz unsicherer RFID Technologien führt zu konkreten Sicherheitsproblemen:

  • Unbefugter Zutritt zu Gebäuden
  • Manipulation von Zeiterfassungssystemen
  • Sicherheitslücken in der Zutrittskontrolle
  • Compliance-Risiken und Haftungsfragen

RFID Sicherheit ist damit nicht nur ein technisches Thema, sondern Teil der gesamten Unternehmenssicherheit.

 

Sichere RFID Standards als Zielbild

Moderne Lösungen zur RFID-Sicherheit setzen auf etablierte Mechanismen und starke Verschlüsselung. Typische sichere RFID Standards sind:

  • MIFARE DESFire EV2 und EV3
  • LEGIC advant

Diese Technologien bieten:

  • AES Verschlüsselung
  • Sichere Authentifizierung
  • Schutz vor RFID Angriffen
  • Multiapplikationsfähigkeit

 

Damit lassen sich Zutrittskontrolle und Zeiterfassung sicher und zukunftsfähig gestalten.

 

 

RFID Migration im Unternehmen strategisch umsetzen

Eine RFID Migration sollte nicht als einmaliger Austausch verstanden werden, sondern als strukturierter Prozess.

 

1. Bestandsanalyse durchführen

Unternehmen sollten zunächst klären:

  • welche RFID Technologien im Einsatz sind,
  • welche RFID Leser weiterverwendet werden können und
  • welche Systeme betroffen sind

2. Hybride Infrastruktur nutzen

Multi-Technologie-Leser ermöglichen den parallelen Betrieb von alten und neuen Karten. Das reduziert Risiken und verhindert Betriebsunterbrechungen während der Migration.

 

3. Schrittweiser Austausch der RFID Karten

Der Austausch kann effizient erfolgen:

  • Beim Onboarding neuer Mitarbeitender,
  • bei Kartenverlust bzw. Transponderverlust sowie
  • im Rahmen geplanter Rollouts

4. Sicherheitsarchitektur verbessern

Im Zuge der Migration sollten Unternehmen zusätzlich:

  • Ein Key Management analog zu einem Schlüsselbuch etablieren,
  • bestehende Zugriffe und unbefugte Zugriffsversuche überwachen sowie
  • Anwendungen sauber trennen
 

5. Typische Fehler bei der RFID Migration vermeiden

Häufige Probleme in Projekten sind:

  • Die Weiterverwendung unsicherer Altsysteme,
  • fehlende Abstimmung zwischen IT und Fachbereichen (bspw. HR),
  • eine unklare Zielarchitektur sowie
  • Unterschätzung der Sicherheitsrisiken

 

Eine verbesserte RFID-Sicherheit und somit eine erfolgreiche RFID Migration erfordert daher eine klare Strategie und Zielsetzung.

 

Fazit: RFID-Sicherheit als strategischer Faktor

125 kHz RFID, MIFARE Classic und LEGIC Prime gelten heute als unsicher und sollten nicht mehr in produktiven Systemen eingesetzt werden. Moderne RFID Standards bieten eine sichere Alternative und ermöglichen eine zuverlässige Zutrittskontrolle sowie Zeiterfassung. Unternehmen, die ihre RFID Systeme frühzeitig modernisieren, profitieren von höherer Sicherheit, besserer Skalierbarkeit und einer zukunftsfähigen Infrastruktur. ZMI unterstützt Unternehmen dabei, sichere RFID Lösungen zu implementieren und bestehende Systeme strukturiert zu migrieren.

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